In der Forschungsabteilung „Technologien zur Funktionalisierung“ ist folgende Stelle zum zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen:
Wissenschaftliche Mitarbeit (Promotionsstelle) zum Thema „Steuerung der Degradation resorbierbarer Magnesiumimplantate durch gezielte Oberflächen- und Randzonenmodifikation“ (EntgGr. 13 TV-L, 100 %)
Die Stelle ist zunächst auf 24 Monate befristet. Eine Verlängerung bis zur Promotion ist vorgesehen.
Resorbierbare Magnesiumimplantate bieten großes Potenzial, doch erst die finalen Schritte der Prozesskette bestimmen die anwendungsgerechte Degradations- und Leistungsfähigkeit der Implantate. Der Stand der Forschung zeigt Einflüsse von Bearbeitungsparametern und mechanischer Belastung auf die Korrosion, eine integrierte Betrachtung beider Effekte fehlt jedoch bisher. In diesem Projekt untersuchst du, wie Prozessparameter beim Fräsen sowie nachgelagerte Randzonenbehandlungen die lokalen Oberflächen- und Randzoneneigenschaften (O+R) und das Eigenspannungsprofil (ESP) prägen und damit die Degradationskinetik unter mechanischer Belastung steuern. Mit modernsten metallografischen und röntgenografischen Methoden analysierst du Mikrostruktur, Eigenspannungen, Oberflächenqualität und Korrosionsverhalten, um die wesentlichen Zusammenhänge zwischen Prozessparametern, O+R-Eigenschaften, ESP und Materialverhalten zu verstehen. Aus den Erkenntnissen baust du eine Simulation des Degradationsverhaltens auf und entwickelst optimierte Fertigungsstrategien zur Herstellung von Implantaten mit lokal angepassten Degradationsraten – mit dem Ziel, die Korrosionsgeschwindigkeit an die Erfordernisse des Heilungsprozesses anzupassen und den Einsatz der Implantate auf weitere Körperregionen auszuweiten.