In der Forschungsabteilung „Prozessüberwachung und -regelung“ ist eine Stelle als
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (Doktorand/in, m/w/d) zum Thema „Intelligente Prozessreglung beim Schleifen mittels Machine Learning zur Steigerung der Prozesssicherheit“
(EntgGr. 13 TV-L, 100 %)
Die Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet. Eine Verlängerung bis zur Promotion wird angestrebt.
Die Schleifbearbeitung hat als letzter Fertigungsschritt einen maßgeblichen Einfluss auf die Produktwertschöpfung. Als Beispiel sei hier der Schleifprozess von medizintechnischen Implantaten aus Mischoxidkeramik genannt, bei dem 32 % des Ausschusses allein durch Fehler beim Schleifen verursacht wird. In dem Projekt wird die autonome Prozessregelung zur Vermeidung von selbsterregten Schwingungen beim Schleifen erforscht. Die autonome Schleifmaschine soll das hierzu benötigte Prozesswissen über das Schwingungsverhalten durch selbstlernende Stabilitätskarten erlernen. Dadurch sollen Beschädigungen auf der Oberfläche des Werkstücks vermieden werden. In der Industrie wird dieses Prozesswissen erfahrungsbasiert durch eine Fachkraft berücksichtigt, wodurch allerdings die theoretisch mögliche Produktivität nicht erreicht wird. Für die selbstlernenden Stabilitätskarten sollen daher Verfahren des maschinellen Lernens (ML) und Verfahren der künstlichen Intelligenz (KI) eingesetzt werden. Es gilt zu erforschen, wie mit ML- und KI- Ansätzen die Prozessparameter adaptiert und das Schwingungsverhalten prognostiziert werden kann.